Sonntag, 17. Mai 2015

[Rezension] J.K. Rowling - Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

[Rezension] J.K. Rowling - Harry Potter und die Heiligtümer des Todes




allgemein

Titel: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
Originaltitel: Harry Potter and the Deathly Hallows
Autor: J.K. Rowling
Verlag: Carlsen Verlag
Preis: 24,90€
Genre: Fantasy
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 767
ISBN: 978-3-551-57777-1
Original Erscheinungsdatum: 2007
Deutsches Erscheinungsdatum: 2007

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kurzbeschreibung

"An eine Rückkehr nach Hogwarts ist für Harry nicht zu denken. Er muss alles daransetzen, die fehlenden Horkruxe zu finden, um zu vollenden, was Dumbledore und er begonnen haben. Erst wenn sie zerstört sind, kann Voldemorts Schreckensherrschaft vergehen. Mit Ron und Hermine an seiner Seite und einem magischen Zelt im Gepäck begibt sich Harry auf eine gefährliche Reise, quer durch das ganze Land. Als die drei dabei auf die rätselhaften Heiligtümer des Todes stoßen, muss Harry sich entscheiden. Soll er dieser Spur folgen? Doch er ahnt schon jetzt: Welche Wahl er auch trifft - am Ende des Weges wird der Dunkle Lord auf ihn warten..."




erster satz

"Die beiden Männer kamen aus dem Nichts, erschienen wenige Meter voneinander entfernt auf dem schmalen, mondhellen Weg."



zitate

"Ooh, Harry, du siehst viel leckerer aus als Crabbe und Goyle", sagte Hermine, ehe sie sie Rons hochgezogene Augenbrauen erblickte. 
S. 56

"Wow - wir sind absolut gleich!" "Ich weiß nicht, aber ich glaub, ich seh immer noch besser aus", sagte Fred, während er sein Spiegelbild im Wasserkessel musterte.
S. 57

"In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt", sagte Ron strahlend, "und das hier ist ein bisschen von beidem."
S. 405

"NICHT MEINE TOCHTER, DU SCHLAMPE!"
S. 744



inhalt

Oh, wie sehr ich diesen Band liebe und gleichzeitig hasse. Das Kapitel "Die Schlacht um Hogwarts" ist für mich das schlimmste Kapitel in der gesamten Buchgeschichte - das schlimmste und schrecklichste Kapitel, welches ich je lesen musste. Und nein, ich werde J. K. Rowling niemals verzeihen, dass sie ACHTUNG SPOILER meinen Fred SPOILER ENDE umgebracht hat ;)  Niemals! Er war mein absoluter Lieblingscharakter und selbst nach so vielen Jahren muss ich immer noch heulen, wenn ich die Stelle lese. Aber das ist auch gleichzeitig etwas, was ein großer Pluspunkt ist: obwohl ich genau weiß, was passieren wird, obwohl ich manches sogar auswendig kann, es nimmt mich dennoch immer noch gefangen, bringt mich zum lachen, zum weinen, zum verzweifeln. Das schafft in diesem Maße kein anderes Buch. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ich die Bücher gelesen und die Filme gesehen habe. Unzählige Male. Öfter als jedes andere Buch und jeden anderen Film. Und nach all der langen Zeit finde ich sie immer noch spannend und genauso toll wie beim ersten Mal. Etwas, was kein anderes Buch und kein anderer Film in diesem Ausmaß geschafft hat. 



Zurück zum Inhalt: Harry, Ron und Hermine machen sich auf die Suche nach den Horkruxen und stoßen dabei auf viele Gefahren. Warum hat ihnen Dumbledore so viel verheimlicht? Warum hat er nie von seiner Vergangenheit erzählt? Und was, wenn sie seine Zeichen falsch deuten? Und zwischen all den Fragen mischen sich Gefühle: Wut, Angst, Hass, Liebe, Freundschaft, Verrat, Verlust - eine Achterbahn der Emotionen. 

Wie immer gelingt es J.K. Rowling die Spannung aufrecht zu erhalten bis zum Schluss. Wie keine andere schafft sie, es einen mitfiebern zu lassen (selbst nach so vielen Jahren! Mein Freund sagt immer: "Aber du weißt doch, was passiert! Warum kannst du das Buch nicht einfach weglegen?" Ich: "Na, weil es so spannend ist!" Er: "Aber du WEISST was passiert!" Ich: "Das ist mir doch egal, es ist spannend, ich MUSS weiterlesen!!!"), sie schafft es, dass man mit den Figuren mitfühlt, Angst hat, lacht, glücklich ist, weint, hasst, liebt - und immer und immer wieder bittere Tränen weint. Denn wie schon in den meisten letzten Bänden bleibt auch hier niemand verschont. Verletzte. Und Tote. Und darunter so einige, um die ich geweint habe. Um die ich immer noch weinen muss, wenn ich nur daran denke. 

fazit

Die Harry Potter-Saga hat mit diesem Band einen würdigen Abschluss gefunden. Das Buch ist durchweg spannend, nervenzehrend und unendlich traurig. So viele Verluste und dennoch so viel zu lachen. 

Niemand außer J.K. Rowling hat es geschafft, dass ich so bitterlich um einen Charakter weinen musste und es selbst nach diesen vielen Jahren noch muss. 

Der letzte Band ist einerseits das Buch, das ich beinahe am meisten liebe und gleichzeitig das, welches ich am meisten hasse. Widersprüchlich, ich weiß. Aber es ist so. Ich liebe es, weil die Geschichte ein phänomenaler Höhepunkt ist. Spannend. Nervenaufreibend. Perfekt. Ich liebe es für die Reisen in die Vergangenheit, dafür, wie manche Teile der Geschichte aufgeklärt werden - Wendepunkte, die einen wirklich überraschen und die man nicht erwartet hat. Ich liebe es, weil nun endlich alles einen Sinn ergibt. Und ich hasse es für die Verluste. Ich hasse es so sehr wegen Freddy. Ich hasse es, weil man Abschied nehmen muss. Von den Toten. Und von Harry Potters Welt allgemein. Denn es ist und bleibt ein Abschluss. Das Ende einer Saga. Das Ende der Geschichte. Aber niemals das Ende unserer Harry Potter Welt. Denn die geht weiter. Lebt weiter in den Büchern, den Filmen und in unseren Köpfen und Herzen. 
Und ich werde eine dieser Frauen sein, die als uralte Oma noch im Sessel sitzt und Harry Potter liest. Selbst wenn die Augen schlecht werden, die Enkel einen auslachen und es nicht verstehen, ich werde Harry Potter lesen, bis ich nicht mehr kann. Und wenn ich nichts mehr sehe, müssen die Hörbücher dran glauben. Viele Bücher und Filme kommen und gehen. Die man früher mochte und jetzt furchtbar findet. 
Aber Harry Potter bleibt. 
Für immer. 






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